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Betriebskrise, Lohnausgleichskasse...

Aufgrund des wirtschaftlichen Rückganges berichtet die Presse zurzeit immer öfter von Kurzarbeit und Personalreduzierung. Um Personalentlassungen vermeiden zu können und dennoch kurzfristige, beziehungsweise längerfristige Betriebskrisen meistern zu können, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Darunter fallen zum Beispiel, neben flexiblen Arbeitszeitgestaltungen und dem Abbau von Resturlauben, die ordentliche und außerordentliche Lohnausgleichskasse und die so genannten Solidaritätsverträge. Die ordentliche Lohnausgleichskasse dient nicht nur dem Sektor Bau bei witterungsbedingten Arbeitsausfällen, sondern hilft auch momentan schlechte Auftragslagen zu überbrücken (wie sie derzeit zum Beispiel Autozulieferer erleben). Die außerordentliche Lohnausgleichskasse kann im Falle von längeren, aber vorübergehenden Schwierigkeiten, wie Betriebskrisen oder Umstrukturierungen und Umstellungen, beantragt werden. Während die Lohnausgleichskasse vorwiegend dem Sektor Bau und den Industriebetrieben vorbehalten ist, können Solidaritätsverträge auch auf Betriebe ausgedehnt werden, die keinen Zugang zur Lohnausgleichskasse haben. Auch die Abstellung (Entsendung, „distacco“) zur Überbrückung von vorübergehenden Schwierigkeiten ist gesetzlich (Art. 8, Absatz 3 Gesetz Nr. 236/1993) geregelt und kann unter der Voraussetzung, dass entsprechende Gewerkschaftsabkommen vorhanden sind, im Interesse des Arbeitgebers zur Vermeidung einer Personalreduzierung, in Betracht gezogen werden.
Falls es sich trotz der gesetzlichen Möglichkeiten nicht vermeiden lassen sollte, Personal zu entlassen, können die Arbeitnehmer (mit Ausnahme der davon ausgeschlossenen Kategorien wie z.B. Lehrlinge, Dirigenti, Arbeitnehmer mit Zeitvertrag) unter Berücksichtigung der formellen Vorgangsweise und sofern die gesetzlichen Anforderungen erfüllt sind (z.B. 12 monatige
Betriebszugehörigkeit, wovon die letzten 6 Monate effektiv gearbeitet wurden) in die Mobilitätsliste eingetragen werden. Ein Arbeitnehmer, welcher in der Mobilitätsliste eingetragen wurde, und entweder auf das staatliche oder regionale Mobilitätsgeld Anrecht hat, bietet Betrieben, welche ihn einstellen wollen, verschiedene vertragliche Möglichkeiten sowie finanzielle Anreize.
Mehr zu den Einstellungsmöglichkeiten von Arbeitnehmern aus der Mobilitätsliste und den jeweiligen Beitragsbegünstigungen veröffentlichen wir in unserer nächsten Ausgabe des Elasberaters. Für weitere Einzelheiten zu diesen sehr umfangreichen Themen bitten wir Sie, sich rechtzeitig mit uns in Verbindung zu setzen.